Auch Kunden mit einer schlechten Schufa können eine Kreditkarte bekommen. Für normale Kreditkarten überprüfen die Banken aber die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit, der Kunden. Falls die Schufa-Abfrage schlecht ausfällt, erhalten sie bei vielen Banken keine Kreditkarte, zumindest keine mit Kreditrahmen. Denn mit diesen Karten erhalten die Kunden nicht nur die Möglichkeit, weltweit zu bezahlen und Geld abzuheben – die Banken strecken auch Geld vor. Eine schlechte Schufa erhöht für das Geldinstitut das Risiko, dass der Kunde seine Kartenschulden nicht begleichen kann. Doch es gibt eine Alternative: Prepaid-Kreditkarten werden auch an Verbraucher mit einem ungünstigen Schufa-Score vergeben.

Die Auskunftei Schufa speichert Daten wie Name und Adresse der Verbraucher, aber auch Daten zu Krediten oder geplatzten Schecks. Dabei arbeitet sie mit über 9.000 Vertragspartnern zusammen, die im Gegenzug auf die bei der Schufa gespeicherten Daten zugreifen können. Zu diesen Partnern gehören unter anderem Banken, Sparkassen, Versandhändler und Telefonkonzerne. Die Schufa gibt an, Daten von über 66 Millionen Bürgern vorzuhalten.

Banken fragen diese Daten ab, sobald Verbraucher einen Kredit, ein Girokonto oder eine Kreditkarte bei ihnen beantragen. Interessiert sind die Unternehmen an den Negativmerkmalen, auch unter „negativer Schufa“ bekannt. Dabei geht es um Informationen zu Zahlungsausfällen und gekündigten Krediten oder aber Einträge in öffentlichen Schuldnerverzeichnissen. Auch die Score-Werte sind wichtig, dafür analysiert die Schufa die Daten einer Person und vergleicht sie mit den Daten von anderen. Die Anbieter beachten neben den Daten der Auskunfteien auch andere Informationen zum Verbraucher, zum Beispiel das Gehalt. Mit diesen Daten entscheiden Banken, ob sie eine Kreditkarte gewähren.